Wie alles begann ...

Das heutige Prinzip der “dualen Ausbildung” (Betrieb und Schule) mit lehrgangsmäßig geführten Berufs-schulen hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts erst allmählich herauskristallisiert. Von der allgemein gewerblichen Fortbildungsschule zur Berufsschule für das Gastgewerbe.

1900 - 1927: in dieser Zeit besuchten alle Lehrlinge zweimal in der Woche die allgemeine gewerbliche Fortbildungs-schule nur theoretischen Unterricht.

1927 wurden Kellner, Köche und Fleischer in einer eigenen Gruppe unter Direktor Steiner zusammengeführt, für Kellner wurde der Praxisunterricht eingeführt.

Ab 1928 gab es für Kellner und Köche (ohne Fleischer) die eigene Fort-bildungsschule.

1941: Durch die deutschen Behörden wurde die gastgewerbliche Fortbild-ungsschule in eine 7-wöchige Berufsschule mit Internat umgestaltet. Die Berufsschulpflicht wurde auf ganz Tirol und auch auf die weiblichen Lehrlinge ausgedehnt. Die Lehrgänge gab es fallweise in verschiedenen Hotels.



1946
 wurde in der Höttinger Hauptschule die Berufsschule für das Gastgewerbe wiedereröffnet. 1 x in der Woche war ganztägiger Unterricht theoretisch und praktisch.

1950: mit der Gründung der Villa Blanka übersiedelt auch die Berufsschule für das Gastgewerbe.

Der Unterricht erfolgte in 7-wöchigen Lehrgängen. Die Unterbringung gestaltete sich wegen wachsender Schülerzahlen immer schwieriger. Diese wurden in Heimen, in verschiedenen Gaststätten und privat untergebracht.


1955 - 1972: Die Gastgewerbeschule in Schönegg in Hall/Tirol

Das ehemalige Kurheim Schönegg beherbergte l0 Jahre einen französischen Divisionsstab und fiel mit dem Abschluss des Österreichischen Staatsvertrages wieder an das Land Tirol. Durch den besonderen Einsatz von Landeshauptmann Gauß erfolgte im Sommer 1955 der Umbau zu einer “Berufsschule”, die am 3.November feierlich eröffnet wurde.

In den Jahren 1955 - 1960 verdoppelte sich die Lehrlingszahl und damit auch das Problem der Unterbringung in der Schule und im Internat. Aus diesem Grund wurde das Gebäude aufgestockt und im Jänner 1961 bezogen. 

1964/65 betrug der Klassendurchschnitt bereits mehr als 36 Schüler (insgesamt 760 Lehrlinge),
weshalb für den Praxisunterricht 2 Schlafsäle adaptiert werden mussten (2 Lehrküchen und 2 Servierräume). 

Die Unterbringungsschwierigkeiten wurden dadurch noch größer. Anlässlich der l0- jährigen Bestandsfeier der Schule fanden daher Konsultierungen für einen Schulhausbau mit Landesrat Lackner statt. Der von Oberbaurat Müller-Thies und Hofrat Michl vorgelegte Plan des Schulhauses sah eine Investition von ÖS 20 Mio. vor. 

Das Hauptproblem war aber die Notwendigkeit einer Grundabtretung seitens des Landesnervenkranken-hauses, was vehement abgelehnt wurde. Durch die Intervention von LA Moser (selbst Hotelier) und LR Lackner wurde der Tiroler Landtag mit der unerträglichen Schulsituation befasst. Nun wurde die Landesregierung beauftragt, Pläne für Um-, Zu- oder Neubauten vorzustellen und für die Finanzierung zu sorgen.


1966: Der Neubau der LBS auf dem Gelände des Bauernhofes Geißlöd

April 1966: LHStV Dr. Kunst stellte einen völlig neuen Plan vor: den Neubau der Schule auf dem Gelände des dem Land Tirol gehörenden Bauernhofes Geißlöd. Direktor Ascher musste ein Raum-anforderungsprogramm erstellen, OBR Müller-Thies vom Landesbauamt wurde mit der Planung betraut, der allgemeine Zustimmung fand und in einer modifizierten Fassung in der Herbstsitzung des Tiroler Landtags von 1968 genehmigt wurde.


1969: Beginn der Bauarbeiten im November l969.


Nachdem Direktor Ascher im Dezember l969 in den Ruhestand getreten war, folgte ihm als Direktor Manfred Pechlaner nach, als BDStV Friedrich Gassner. Die LBS für Gastgewerbe (im Ortsteil Geislöd der Gemeinde Absam) befindet sich an einem leichten Südhang nördlich der Stadt Hall in Tirol.

2000: Neubau der Lehrwerkstätten und des Zentrums für Getränkeentwicklung


Ein “großer Wurf” ist der nunmehrigen Direktion der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus Absam BD i. R. RR Helmut Leitner sowie der jetzige BD RR Josef Baumgartner in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, mit dem Um- bzw. Neubau der Lehrwerkstätten und der Errichtung eines eigenen “Zentrums für Getränkeentwicklung”, gelungen. Seitens der Tiroler Landesregierung wurde im Herbst 2000, der Startschuss für den totalen Um- bzw. Neubau der Lehrwerkstätten erteilt. Nach der nunmehrigen Fertigstellung, verfügt die TFBS für Tourismus Absam, über eine der modernsten und fort-schrittlichsten Lehrwerkstätten der ganzen Republik. Hier finden Sie weitere Fotos und Informationen.


2007 - 2009: Heimsanierung


2007 bis 2009 wurde das Lehrlingsheim generalsaniert. Kleine WG bestehend aus 2/3 Bettzimmer; Vorraum, Dusche, Toilette und Doppelwaschbecken. Außerdem verfügt jeder Stock über Fittnessgeräte, Fernsehraum, EDV und Studierzimmer um ein angenehmes effektives Lernklima zu erzielen.